
Amerika, das unendlich weite Land. Genau das habe ich gedacht als ich am Samstag, den 11/07/09 in Michaels Van aufwachte und mir bewusst wurde, dass man hier stundenlang durch die Wüste fahren kann. Wie es dazu kam...
Anfang November haben die sechs tollkühnsten von uns Interns beschlossen, an einem Wochenendetrip den Grand Canyon zu bereisen. Gesagt getan, am ersten Freitag dieses Monats haben wir uns dann Nachts um zwei Uhr auf den Weg gemacht. Und das ohne zu ahnen, dass wir das fast das gesamte Wochenende im Auto zu verbringen. Aber es hat sich gelohnt. Allein der Sonnenaufgang am Samstagmorgen irgendwo in der Wüste zwischen Californien, Nevada und Arizona war schon traumhaft schön. Unser erstes Ziel war dann erstmal Denny's, ein typisch amerikanisches Restaurant, in dem man einfach sehr lecker und auch sehr kalorienhaltig frühstücken kann. Danach sind wir in den südlichen Teil des Grand Canyons gefahren und haben dort in unser "Hotel" eingecheckt. Dazu muss man sagen, das eine der Regeln auf einem Road Trip ist, möglichst wenig für das Hotel zu bezahlen und dabei möglichst viele Leute in einem Hotelzimmer unterzubringen. Wir haben dann zu sechst in einem Vier-Mann-Zimmer übernachtet. Doch zuvor gings Richtung Grand Canyon, dem Grund, warum wir eigentlich unterwegs waren. Das Eingangstor desNationalparks Grand Canyon passiert fährt man auf staubigen Strassen nochmals circa eine Stunde bis man plötzlich an einen Parkplatz kommt, dort aussteigt und in ein riesengroßes "Loch" im Boden schaut. Genauer genommen in einen riesen Schlitz...ein gigantischer Ausblick. Man kann regelrecht die verschiedenen Gesteinsschichten erkennen.
Natürlich haben wir uns auch auf den Weg in den Canyon gemacht und haben zwei Stunden Hiking betrieben. Dabei sind tolle Fotos entstanden...Diese werden dann (hoffentlich) die Tage mal hochgeladen. Abends sind wir in eine typische Cowboykneipe gegangen und lecker Steak gegessen. Zwei mutige Männer unter uns haben sich dann auch mal an panierte Klapperschlange 'rangetraut. Hat angeblich wie Calamares geschmeckt. Danach haben wir ein bisschen im Hotelzimmer gefeiert und dabei unsere Badewanne als "Kühlschrank" benutzt (wie gut, dass man in Amerika in den Hotels auf den Gängen eimerweise Eis zapfen kann;) ).
Am nächsten Tag haben wir uns nach einer schönen Route 66 die gläserne Aussichtsplattform vorgenommen, oder sagen wir mal wir sind den ganzen Tag dort hin gecruised um dann von dem Parkplatzwächter zu hören, dass die Plattform seit einer halben Stunde geschlossen ist. Schade Schade, aber da man dort sowieso keine Fotos machen kann, habt ihr liebe Leser und dann bald auch Fotoanschauer nicht so viel verpasst.
Auf jeden Fall hab ich viele Eindrücke der Landschaft sammeln können. Da versteht man dann diese Floskel der ewigen Weite einmal anders. Weit und breit NICHTS und hin und wieder mal ein paar Trailer oder Häuser auf Rädern, wo man ein paar Indios oder einsame Amerikaner antrifft; und dazu diese atemberaubende Landschaft...
Fazit: 1800km in 48 Stunden! Ein Road Trip wie er besser nicht sein könnte!!! Also alle auf die imaginäre Liste eintragen: wenn man mal im Westen Amerikas ist, einfach ins Auto setzen, Richtung Grand Canyon fahren (natürlich nur mit genügend Proviant!!!) und einfach nur die Landschaft genießen;)
Viele Grüße an meine fleißigen Leser, die sehr lange auf diesen neuen Post warten mussten.
Eure Marcia
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