Sonntag, 25. Oktober 2009

driver's license part two

Vergangenen Freitag habe ich nun auch erfolgreich den praktischen Teil der driver's license prüfung bestanden.
Wie es dazu kam: Zusammen mit zwei Mitpraktikanten bin ich mittags zum DMV, der amerikanischen Zulassungsstelle, gefahren. Nachdem wir uns angemeldet hatten und unsere Termine nacheinander legen konnten, fuhren wir einer nach dem anderen jeweils eine Stunde mit einer Prüferin "um den Block". Wir haben uns extra einen Mietwagen zu dritt geliehen, da es sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass es besser ist, ein Mietauto zur Prüfung mitzubringen. Allein schon wegen der Versicherung. Und da Christians und mein Auto am Freitag noch nicht versichert war, haben wir uns schließlich für den Rental entschieden.
Und nun zum Prüfungsablauf: Man stellt sich in eine der beiden Wartespuren auf dem DMV Gelände an und rückt solange auf, bis eine mehr oder minder freundliche Prüferin einem Zettel und Stift für die erste Unterschrift hinhält. Nach einem kurzen Funktionscheck von sämtlichen Lampen und Leuchten, der Hupe sowie dem Scheibenwischer, dem Warnblinklicht und der "defrosting"-Einstellung des Gebläses kann es dann auch losgehen. Die nette Dame, die bei mir mit drin saß, gab mir kurze, knappe und teilweise sehr undeutliche Anweisungen, wo es lang gehen sollte. Wichtig ist wohl, in sämtliche Himmelsrichtungen zu schauen, sobald man eine Spur wechselt oder abbiegen will. Dies sollte man dann auch so deutlich wie möglich signalisieren. Da reicht ein einfacher Schulterblick schonmal nicht mehr aus. Also lieber zehnmal umdrehen kann ich nur empfehlen. Neben der Einhaltung der angegebenen Geschwindigkeiten und Abbiegemanövern in beide Richtungen muss man noch zeigen, dass man rückwärts fahren kann. Sprich man hält am rechten Straßenrand und fährt, natürlich mit rechtem Arm über dem Beifahrersitz (sehr wichtig, wollen die Amis ungedingt sehen :)), circa 4 Meter zurück, um dann weiter fahren zu können. Abschließend parkt man dann noch auf dem DMV Gelände vorwärts ein, falls man versteht wo man hinfahren soll und was die Prüferin eigentlich will. Tja und dann besteht man, wenn man 14 oder weniger Fehler gemacht hat. Wie die Bewertung genau abläuft, konnte ich nicht nachvollziehen, aber wichtig ist auch nur, dass ich die Prüfung bestanden habe, mit sieben Fehlerpunkten, und in spätestens einem Monat meine driver's license bekommen sollte. Mal sehen, ob das wirklich so schnell geht hier.
Tja und pünktlich zur bestandenen Prüfung haben Christian und ich jetzt gemeinsam ein Auto gekauft. Einen Ford Thunderbird V8. Genaue technische Daten kann ich jetzt garnicht hier veröffentlichen, da ich weiter nichts über den Wagen weiß. Aber: er fährt. Beim ersten Besuch meiner Eltern werde ich dann mal meinen Dad bitten drüber zu schauen, damit man gravierende sicherheitsrelevante technische Macken beheben kann, wobei ich hoffe, dass das Auto sicher ist und man erstmal nichts weiter darin investieren muss. Aber mal abwarten.
Soweit zu meiner Fahrprüfung und dem neuen Gefährt, dass ich dann demnächst ab und an mal bedienen werde.

Ich hoffe, euch gehts allen gut soweit. Ich muss schon sagen, so langsam fehlt mir das bekannte und vertraute Umfeld in Deutschland schon ein wenig. Aber ich bekomm ja schon bald Besuch.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend, ich hab meinen Sonntag ja noch vor mir:)

Lasst es euch gut gehen!

Eure Marci

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Alltag in Los Angeles


So nach einer etwas längeren Schreibpause finde ich heute mal wieder Zeit, ein bissel was zu schreiben.
Es sind jetzt schon 23 Tage vergangen, seitdem ich in den Flieger gestiegen bin und mittlerweile macht sich ein leichter Hauch von Alltag breit. Von Montag bis Freitag geht man wie gewöhnlich arbeiten und freut sich die ganze Zeit auf die Wochenenden, die viel zu schnell vergehen. Und schon gehts wieder von vorne los.
Seit einer Woche hab ich eine supernette Mitbewohnerin. Ich schnupere also zum ersten Mal so richtig WG-Luft. In Darmstadt hatte ich nach kurzer Zeit allein ziemlich schnell einen festen "Mitbewohner", der mir sehr schnell sehr ans Herz gewachsen ist;) Tja aber wie das so ist bleibt kaum Zeit, der Heimat leise nachzutrauern, da hier trotz dem scheinbaren Alltag immer wieder was neues Unerwartetes passiert. Gestern zum Beispiel ist mir fast jemand ins Mietauto gefahren. Heute beim Joggen liegt auf einmal ein toter Hase vor mir und morgen schon werden wir wegen einem Boilerschaden kein warmes Wasser haben. Scheinbarer Alltag und total banal, aber doch irgendwie ganz anders als zu Hause.
Meine Aufgaben im Praktikum steigern sich so nach und nach und mit der Zeit gewinnt man eine Vorstellung, wie es in einem amerikanischen Unternehmen so zugeht: Ganz anders als in Deutschland. Das Arbeitsklima ist auf den ersten Blick angenehm und freundlich, jedoch merkt man schnell, dass vieles einfach nur "an der Oberfläche geschieht". Mein Team besteht zum größten Teil aus Interns, was das Einarbeiten erleichtert. Schließlich sitzen alle in einem Boot. Aber für die anderen Mitarbeiter ist das schon zur Gewohnheit geworden, dass die Interns alle halbe Jahre ausgetauscht werden. Zudem ist die Mitarbeiterschaft bunt gemischt von vielen deutschen Lufthanseaten aus Hamburg über den durchschnittlichen Amerikaner bis hin zum tempramentvollen Mexikaner ist so ziemlich alles vertreten. Vorallem die letzte Gruppe macht sich lautstark bemerkbar, wenn wieder eine Durchsage über den Hawkerinternen Pager über das Gelände hallt. Die Namen der dort Ausgerufenen kann man nach kurzer Zeit mitplappern:)
Dennoch fühl ich mich in meinem Team und auch mit meinen Vorgesetzten sehr wohl und schätze die recht lockere Arbeitseinstellung obgleich man nie vergessen sollte, dass man hauptsächlich zum Arbeiten nach Amerika gegangen ist. Erfahrung Erfahrung Erfahrung! Das ist wohl das Schlagwort.
Und das Leben drumherum muss man sich so schmackhaft wie möglich gestalten! Also mach ich mich jetzt mal los zum donnerstäglichen Bowlingabend mit den Jungs!
Ich hoffe, mein Text heute hat den einen oder anderen Leser nich allzusehr verwirrt, aber das musste einfach mal niedergeschrieben werden.

Ich grüße euch alle ganz herzlich in der Heimat und melde mich die Tage mal wieder mit Neuigkeiten aus der Metropole.

Eure Marcia

PS.: Die Fotos sind ein Runtumschlag meiner Eindrücke hier! Dementsprechend alles quer Beet. Just enjoy!

Dienstag, 13. Oktober 2009

Outlet Mall Ontario Mills

So und nun zu meinem vergangenen Sonntag. Ich war mit Christian, Csifo und Andreas zum Shoppen in der Mall von Ontario, etwa eine Stunde süd-östlich von uns entfernt. Da das Wetter an diesem Sonntag eher bescheiden war, hatte man wohl auch kaum andere Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.
Wir also zu viert nach Ontario. Die Mall beinhaltet so ziemlich alles, was das Herz eines jeden Shoppers begehrt. Das Tolle daran ist einfach, dass man hier auch sonntags shoppen kann. Allerdings muss ich dazu sagen, dass man viele Läden auch in deutschen Outlet-Zentren wie (zufällig eingefallen:) ) das Wertheim Village findet. Allerdings gibts die Klamotten hier zu einem unschlagbar günstigen Preis! Und das ist tückisch. Schließlich bin ich ja schon mit zwei mehr oder weniger vollen Koffern hier angereist. Wo sollen denn dann beim Rückflug meine ganzen Errungenschaften hin? Naja vielleicht springt ja auf dem Rückflug ein Business-Standby-Flug 'raus. Da kann man dann drei Koffer mitnehmen:)
Also bleibt zu erwähnen, dass ich ordentlich einkaufen war am Sonntag von Parfüm über T-Shirt und Pulli bis hin zur Jeans. Aber das soll erst der erste Streich gewesen sein.
Vielleicht hab ich bald mal die Gelegenheit, die andere Mall unweit von hier auszuprobieren. Da ich aber erst knapp zwei Wochen hier bin, bleibt dazu noch mehr als genug Zeit.

Soweit mein erstes exzessives Shoppingerlebnis. Auf das noch der eine oder andere verregnete Sonntag kommen mag;)

Liebe Grüße an meine fleißigen Leser! (Ich bemühe mich, regelmäßig munter weiter zu schreiben)

PS: hier wieder mal ein Link zur Location: http://www.family-vacation-getaways-at-los-angeles-theme-parks.com/Ontario-Mills-Mall.html

Six Flags


Am vergangenen Samstag habe ich mich mit vier tapferen Jungs auf den Weg zum "Feizeitpark" Six Flags gemacht, um dort beim rollercoastern gaaanz viel Spaß zu haben. Wer Six Flags nicht kennt: der Park ist vergleichbar mit dem Europapark, dem Warner Bros. Movieworld oder dem Heidepark...nur einfach viel toller. Es gibt dort kein richtiges großes Motto, man beschränkt sich eher auf eine Vielfalt von Achterbahnen, die meist den Namen einer bekannten Comicfigur tragen.
Wir haben dort den ganzen Tag verbracht und aufgrund einer Wartezeit an jeder Achterbahn von etwa einer Stunde dann doch "nur" neun Fahrten gemacht. Zwischendurch mussten wir die Lost&Found-Stelle des Parks aufsuchen, da einer der Jungs, wohl bemerkt bei einer Kopf-Über-Fahrt, sein IPhone aus der Seitentasche seiner Hose verlohr. War jedoch für ihn kein kapitaler Schaden. Gleich am nächsten Tag hat er sich ein neues für 600$ gekauft. (Was jetzt aber nicht heißt, dass es hier allen Praktikanten hier finanziell so blendend geht!!!)
Für unsere letzte Fahrt haben wir und eine der spektacoolärsten Rollercoaster, die X2, aufgehoben. Dabei sitzt man rechts und links von der eigentlichen "schinenverfolgenden" Bahn in zwei Sitzen. die Sitze drehen sich so, dass man auf dem Rücken liegt und mit dem Kopf zuerst hochgefahren wird. und dann kurz nach dem Scheitelpunkt hängt man ganz kurz kopf über nach unten und im nächsten Moment klingen die Sitze aus und man weiß während der gesamten Fahrt nicht mehr, wo oben und unten ist. Ein großer Spaß kann ich nur sagen. Man darf dabei einfach nicht soviel darüber nachdenken, was alles passiern könnte (damit mein ich technische Defekte). Aber wenn man die Fahrt einfach nur genießt und sich kurz davor "entspannt", soweit das möglich ist, dann ist der Adrenalinkick, den man danach verspürt, echt nicht schlecht!
Fazit meines Besuchs im Six Flag: Da muss ich diese Saison auf jeden Fall nochmal hin!!! Kann ich nur jedem empfehlen, der mal in den Genuss kommen sollte. Es ist zwar nicht annähernd so geil wie die Schwerelosigkeit, aber der Adrenalinkick dabei ist doch echt enorm.

Naja und was macht man nach so einem anstrengenden Samstag dann am besten am darauffolgenden Tag: na klar, shoppen. Aber dazu im nächsten Post.

Liebe Grüße an alle meine Lieben in good old Germany!!!

PS: und hier nochmal der Link für alle Neugierigen, die stöbern wollen: http://www.sixflags.com/magicMountain/index.aspx

Montag, 5. Oktober 2009

Operation driver's license

Hallo ihr Lieben,

da heute noch keine Ergebnisse des Drogentests da waren, hatte ich Zeit, meine Theorieprüfung für die driver's license abzulegen. Wer den Film "Asterix erobert Rom" und daraus den Ausschnitt der Verwaltungsaufgabe kennt, bei der Asterix und Obelix den Passierschein A38 besorgen sollen, kann sich lebhaft vorstellen, wie es beim DMV, Department for Motor Vehicles, so zugeht. Aber ich glaube, das ist so eine amerikanische Sache, dass man sich eine Nummer zieht, mit allen anderen Kunden bei einem Punkt startet, sich dann aus den Augen verliert und nach circa drei Stunden wieder am Ausgang trifft. Das Ganze war auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Nachdem ich mir die Bögen meiner Vorgänger in unserem Appartment mal angeschaut habe, konnte ich den Test dann auch schnell und gut bestehen (mit nur einem Fehler :) ) . Da muss man dazu sagen, dass man den Bogen bei Anfrage auf Deutsch bekommt, was die ganze Sache erleichtert. In 18 Tagen wird dann noch ein zwanzigminütiger Praxistest fällig und schon hat man den Lappen für schlappe 28$. Kein Vergleich zu Deutschland, wobei man ja sagen muss, dass man dort auf der Autobahn ja auch unbegrenzt schnell fahren darf. Des vermiss ich hier schon ein bisschen, genauso, wie die leeren Straßen. Hier steht man, wenn man Pech hat, auch mal nachts um drei im Stau auf dem Highway.
Soweit Teil 1 der Beantragung einer amerikanischen driver's license in California. Wie es weiter geht und bei der praktischen Prüfung läuft, könnt ihr dann in Teil 2 lesen.

Bis dahin liebe Grüße
Marcia

PS.: hier nochmal ein lustiger Link: http://www.youtube.com/watch?v=lIiUR2gV0xk

Sonntag, 4. Oktober 2009

Arrival




So, dann hab ich es wohl tatsächlich geschafft und bin ganz mutig in den Flieger nach Los Angeles eingestiegen. Und nun bin ich da!

Die Anreise war etwas turbulent. Dank einem Serverproblem hatte mein Flieger geschätzte drei und gefühlte zwölf Stunden Verspätung. Naja und nachdem ich mich mit dem Sitz A (natürlich am Fenster;) ) in Reihe 47 arrangiert hatte, dauerte es auch "bloß" elfeinhalb Stunden und schon war ich da. Jedoch erstmal ohne Koffer. Die wurden uns erst zwei Tage später zum Apartment geliefert. Tja ein nicht ganz so glücklicher Einstand. Aber dafür wurde ich hier sehr herzlich empfangen. Hab jetzt für die ersten zwei Wochen ein ganzes Apartment für mich allein. Da versteht es sich natürlich von selbst, dass ich mir das schönere Zimmer mit dem größeren Bett ausgesucht habe :).
Morgen startet dann nach einem hoffentlich erfolgreichen Drogentest mein Praktikum. Ich bin schon sehr gespannt auf meinen Tätigkeitsbereich und meine Aufgaben. Aber davon werde ich dann beim nächsten mal berichten.

Bis dahin erstmal gaaanz viele liebe Grüße an meine fleißigen Blogleser zu Hause!
Marcia