
So nach einer etwas längeren Schreibpause finde ich heute mal wieder Zeit, ein bissel was zu schreiben.
Es sind jetzt schon 23 Tage vergangen, seitdem ich in den Flieger gestiegen bin und mittlerweile macht sich ein leichter Hauch von Alltag breit. Von Montag bis Freitag geht man wie gewöhnlich arbeiten und freut sich die ganze Zeit auf die Wochenenden, die viel zu schnell vergehen. Und schon gehts wieder von vorne los.
Seit einer Woche hab ich eine supernette Mitbewohnerin. Ich schnupere also zum ersten Mal so richtig WG-Luft. In Darmstadt hatte ich nach kurzer Zeit allein ziemlich schnell einen festen "Mitbewohner", der mir sehr schnell sehr ans Herz gewachsen ist;) Tja aber wie das so ist bleibt kaum Zeit, der Heimat leise nachzutrauern, da hier trotz dem scheinbaren Alltag immer wieder was neues Unerwartetes passiert. Gestern zum Beispiel ist mir fast jemand ins Mietauto gefahren. Heute beim Joggen liegt auf einmal ein toter Hase vor mir und morgen schon werden wir wegen einem Boilerschaden kein warmes Wasser haben. Scheinbarer Alltag und total banal, aber doch irgendwie ganz anders als zu Hause.
Meine Aufgaben im Praktikum steigern sich so nach und nach und mit der Zeit gewinnt man eine Vorstellung, wie es in einem amerikanischen Unternehmen so zugeht: Ganz anders als in Deutschland. Das Arbeitsklima ist auf den ersten Blick angenehm und freundlich, jedoch merkt man schnell, dass vieles einfach nur "an der Oberfläche geschieht". Mein Team besteht zum größten Teil aus Interns, was das Einarbeiten erleichtert. Schließlich sitzen alle in einem Boot. Aber für die anderen Mitarbeiter ist das schon zur Gewohnheit geworden, dass die Interns alle halbe Jahre ausgetauscht werden. Zudem ist die Mitarbeiterschaft bunt gemischt von vielen deutschen Lufthanseaten aus Hamburg über den durchschnittlichen Amerikaner bis hin zum tempramentvollen Mexikaner ist so ziemlich alles vertreten. Vorallem die letzte Gruppe macht sich lautstark bemerkbar, wenn wieder eine Durchsage über den Hawkerinternen Pager über das Gelände hallt. Die Namen der dort Ausgerufenen kann man nach kurzer Zeit mitplappern:)
Dennoch fühl ich mich in meinem Team und auch mit meinen Vorgesetzten sehr wohl und schätze die recht lockere Arbeitseinstellung obgleich man nie vergessen sollte, dass man hauptsächlich zum Arbeiten nach Amerika gegangen ist. Erfahrung Erfahrung Erfahrung! Das ist wohl das Schlagwort.
Und das Leben drumherum muss man sich so schmackhaft wie möglich gestalten! Also mach ich mich jetzt mal los zum donnerstäglichen Bowlingabend mit den Jungs!
Ich hoffe, mein Text heute hat den einen oder anderen Leser nich allzusehr verwirrt, aber das musste einfach mal niedergeschrieben werden.
Ich grüße euch alle ganz herzlich in der Heimat und melde mich die Tage mal wieder mit Neuigkeiten aus der Metropole.
Eure Marcia
PS.: Die Fotos sind ein Runtumschlag meiner Eindrücke hier! Dementsprechend alles quer Beet. Just enjoy!
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