Donnerstag, 26. November 2009

Mojave Air & Space Port



Endlich ist Tobi da!!!

Seit nun einer guten Woche ist Tobi hier bei mir in L.A. Es ist ein sehr gutes Gefühl, ihn mal wieder um mich zu haben.
Für unser erstes gemeinsames Wochenende haben wir uns gleich einen sehr spektacoolären Spot ausgesucht. Wir haben uns auf den Weg in die Mojave Wüste gemacht, um uns dort auf dem Flugzeug-Friedhof etwas umzuschauen. Lustigerweise hat uns da Navi erstmal direkt vor einen US Air Force Stützpunkt, der Edwards Air Force Base, manövriert. Genau dort ist das letzte Raumshuttle der Amerikaner gelandet. War uns aber in dem Moment auch garnicht so bewusst, wir haben danach zu Hause erstmal gegooglet, welches gesperrte Gebiet uns daran gehindert hatte, den direkten Weg zu fahren und uns auf einen Umweg geschickt hat.
Am Airport angekommen haben wir erstmal nicht schlecht gestaunt, dass das dort doch alles recht beschaulich war. Voller Erwartung sind wir in das Restaurant gestürzt, um einen Verantwortlichen auszumachen, der Touren über das Rollfeld anbietet. Leider hat man uns relativ schnell mitgeteilt, dass bis auf Weiteres alle Touren abgesagt waren. Wer soll das auch ahnen, im Internet haben wir davon nichts gelesen. Naja aber wo wir dann schonmal da waren, sind wir wie Spione am Zaun hin und her gefahren und haben ein paar Blicke auf die alten Luftschiffe ergattern können. Unter anderen haben wir eine Maschine gesehen (Typ ist mir unbekannt, muss ich Tobi nochmal fragen), mit der die Amis wohl ihre Air Force Piloten schulen und Zero-G Flüge machen. Sah alles etwas älter aus als damals in Bordeaux, aber wir haben auf jeden Fall viel gesehen.
Zur Feier des Tages unseres grandiosen Ausfluges gabs dann noch lecker Tacos bei Taco Bell. Da haben wir uns mal ein richtiges Festmahl gegönnt;)
Vielleicht werden wir nochmal einen zweiten Versuch starten und dann die Tour über das Rollfeld mitmachen. Wobei man dabei sowieso keine Kamera mitnehmen darf. Wahrscheinlich aus rechtlichen Gründen... Aber mal abwarten, was Tobi und ich hier noch so alles erleben.

Bis dahin erstmal eine Gute Nacht, hier ist es nämlich schon Abend/Nacht und bis bald!

Liebe Grüße,
Eure Marci

Las Vegas Baby!!!

Die Stadt, die niemals schläft...zumindest nicht, solange es dunkel ist.

Zusammen mit meiner roommate und zwei unserer Trainees gings am zweiten Wochenende im November nach Las Vegas. Dort haben wir uns noch mit zwei LHT'lern aus San Francisco getroffen.
Um nicht in den in Los Angeles allgegenwärtigen Stau zu geraten haben wir erstmal schön früher Feierabend gemacht und sind dann in knappen fünf Stunden nach Las Vegas gedüst. Dort angekommen haben schon unsere beiden Kollegen aus Frisco im Wirlpool und mit gekühltem Bier auf uns gewartet. Nach kurzem Frischmachen, einem Warm-up-Bier und einem sehr leckeren Hot Dog ging es dann auch schon los Richtung Strip zum Feiern.
Am ersten Abend haben wir mehr Clubhobbing betrieben, wohingegen sich der zweite Abend auf einen Club, dem ROK im New York New York, beschränkt hatte. Grundsätzlich machen die Clubs in Amerika spätestens um 2.00 a.m. dicht, allerdings nicht in Las Vegas. Dort wird die Open-Bottle-Regel, die besagt, dass kein Alkohol auf der Strasse konsumiert werden darf, stillschweigend missachtet und dies von den Behörden tolleriert. Gut, um noch mehr Spaß beim Feiern zu haben. Und das Beste: man kann die ganze Nacht durchfeiern, da die Clubs dort wesentlich länger aufhaben.
Und genau das haben wir an diesem Wochenende auch in vollsten Zügen ausgenutzt. Party, party, party...Also natürlich alles in Maßen, aber ich hatte 'ne Menge Spaß und werde auch bestimmt nochmal während meines Aufenthaltes in L.A. Richtung Las Vegas "pilgern". Tagsüber haben wir nicht viel unternommen: Haben Samstagsmittags im Einkaufscenter "gefrühstückt" und sind sonntags noch ein bisschen durch die Gegend gefahren. Den Stratospheretower haben wir leider nicht "mitnehmen" können. Aber das wird auf jeden Fall noch nachgeholt.
Las Vegas, eine Stadt, die mich echt überrascht hat. Ich bin ohne Erwartungen hingefahren und war positiv beeindruckt, dass so viel Leuchtreklame, Show und Tamtam doch so interessant sein kann. Auch hier kann ich nur empfehlen: bei Gelegenheit einfach mal hinfliegen oder hinfahren. Allerdings hab ich die Stadt nur bei Nacht zum Feiern kennen gelernt. Am Tag ist die Stadt wie leergefegt und drumherum erwartet einen nur die Wüste. Nahe Las Vegas kann man noch den Hoover Damm besuchen. (Den habe ich schon eine Woche zuvor bei unserem Grand Canyon Trip gesehen, allerdings nur bei Nacht;) ) Aber sonst lohnt sich die Stadt hauptsächlich zum Feiern und Gambeln.
Soweit zu meinen Erlebnissen in Las Vegas. Vielleicht tragen meine Erzählungen hier dazu bei, dass ihr euch ein Bild machen könnt. Die Bilder fehlen schließlich immer noch;) Aber ich arbeite dran. Versprochen!!!

Liebe Grüße in die Heimat!
Eure Marci

Grand Canyon oder wie man in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Kilometer zurücklegt ;)


Amerika, das unendlich weite Land. Genau das habe ich gedacht als ich am Samstag, den 11/07/09 in Michaels Van aufwachte und mir bewusst wurde, dass man hier stundenlang durch die Wüste fahren kann. Wie es dazu kam...
Anfang November haben die sechs tollkühnsten von uns Interns beschlossen, an einem Wochenendetrip den Grand Canyon zu bereisen. Gesagt getan, am ersten Freitag dieses Monats haben wir uns dann Nachts um zwei Uhr auf den Weg gemacht. Und das ohne zu ahnen, dass wir das fast das gesamte Wochenende im Auto zu verbringen. Aber es hat sich gelohnt. Allein der Sonnenaufgang am Samstagmorgen irgendwo in der Wüste zwischen Californien, Nevada und Arizona war schon traumhaft schön. Unser erstes Ziel war dann erstmal Denny's, ein typisch amerikanisches Restaurant, in dem man einfach sehr lecker und auch sehr kalorienhaltig frühstücken kann. Danach sind wir in den südlichen Teil des Grand Canyons gefahren und haben dort in unser "Hotel" eingecheckt. Dazu muss man sagen, das eine der Regeln auf einem Road Trip ist, möglichst wenig für das Hotel zu bezahlen und dabei möglichst viele Leute in einem Hotelzimmer unterzubringen. Wir haben dann zu sechst in einem Vier-Mann-Zimmer übernachtet. Doch zuvor gings Richtung Grand Canyon, dem Grund, warum wir eigentlich unterwegs waren. Das Eingangstor desNationalparks Grand Canyon passiert fährt man auf staubigen Strassen nochmals circa eine Stunde bis man plötzlich an einen Parkplatz kommt, dort aussteigt und in ein riesengroßes "Loch" im Boden schaut. Genauer genommen in einen riesen Schlitz...ein gigantischer Ausblick. Man kann regelrecht die verschiedenen Gesteinsschichten erkennen.
Natürlich haben wir uns auch auf den Weg in den Canyon gemacht und haben zwei Stunden Hiking betrieben. Dabei sind tolle Fotos entstanden...Diese werden dann (hoffentlich) die Tage mal hochgeladen. Abends sind wir in eine typische Cowboykneipe gegangen und lecker Steak gegessen. Zwei mutige Männer unter uns haben sich dann auch mal an panierte Klapperschlange 'rangetraut. Hat angeblich wie Calamares geschmeckt. Danach haben wir ein bisschen im Hotelzimmer gefeiert und dabei unsere Badewanne als "Kühlschrank" benutzt (wie gut, dass man in Amerika in den Hotels auf den Gängen eimerweise Eis zapfen kann;) ).
Am nächsten Tag haben wir uns nach einer schönen Route 66 die gläserne Aussichtsplattform vorgenommen, oder sagen wir mal wir sind den ganzen Tag dort hin gecruised um dann von dem Parkplatzwächter zu hören, dass die Plattform seit einer halben Stunde geschlossen ist. Schade Schade, aber da man dort sowieso keine Fotos machen kann, habt ihr liebe Leser und dann bald auch Fotoanschauer nicht so viel verpasst.
Auf jeden Fall hab ich viele Eindrücke der Landschaft sammeln können. Da versteht man dann diese Floskel der ewigen Weite einmal anders. Weit und breit NICHTS und hin und wieder mal ein paar Trailer oder Häuser auf Rädern, wo man ein paar Indios oder einsame Amerikaner antrifft; und dazu diese atemberaubende Landschaft...
Fazit: 1800km in 48 Stunden! Ein Road Trip wie er besser nicht sein könnte!!! Also alle auf die imaginäre Liste eintragen: wenn man mal im Westen Amerikas ist, einfach ins Auto setzen, Richtung Grand Canyon fahren (natürlich nur mit genügend Proviant!!!) und einfach nur die Landschaft genießen;)

Viele Grüße an meine fleißigen Leser, die sehr lange auf diesen neuen Post warten mussten.
Eure Marcia

Dienstag, 3. November 2009

Halloween


Jaja die Amis... In allem etwas anders.
Hallo ihr Lieben zu Hause. Halloween in Amerika. Das hab ich mir feierlich, bunt und laut vorgestellt. Und so oder so ähnlich war es dann auch.
Unser Büro hat innerhalb mehrerer Wochen vor dem großen Tag immer mehr an Deko dazu gewonnen. Nicht zuletzt ist dies einer sehr engagierten Kollegin zu verdanken, die auf tragische Weise vier Tage vor dem 31.10. bei einem Unfall ums Leben kam. Demensprechend fiel die ganze Party etwas kleiner aus.
Eingestimmt haben wir uns auf Halloween am Mittwoch zuvor in den Universal Studios bei der Halloween Night. Circa zwei Wochen lang konnte man für schlappe 42$ von 19.00 - 01.00 Uhr die Universal Studios besuchen und sich dort von professionellen Schauspielern erschrecken lassen. Zu den Attraktionen zählten diverse Shows wie zum Beispiel ein sehr kurzer Ausschnitt aus dem Musical Rocky Horror Picture Show, diverse "Geisterbahnen", in denen man von mächtig Deko und lebenden Puppen erschrecken lassen kann, und die eine oder andere Achterbahn im Dunkeln eben. Überall im Park laufen dann noch verkleidete Schausteller mit Kettensägen ohne Blatt und anderen Utensilien herum und erschrecken die Leute. Also alles sehr überspielt, aber hier und da auch sehr interessant. Die tollste Attraktion für mich war der nachgestellte Flugzeugabsturz. Die Universal Studios haben doch tatsächlich keine Kosten und Mühen gespart und eine 747-200 gekauft, um sie "zum Absturz" zu bringen. Sieht sehr realistisch aus, gut gemacht. Wobei ich echt hoffe, dass dies das einzige Flugzeug sein wird, was ich in "abgestürztem" Zustand anschauen muss/kann/darf.
Naja und nachdem wir alle uns ein Kostüm besorgt hatten, konnte es dann auch am Samstag auf eine richtige Halloween-Party gehen. Eine Kollegin von Hawker hat zum Kürbistanz eingeladen. Und der Abend war richtig gut. Ein richtiges Kostüm hatte ich garnicht, hab mir einfach eine Maske mit Strass und schwarzen und weißen Federn gekauft und dazu eine Federboa um den Hals gehängt. Dann noch ein sehr kurzes Kleid mit entsprechenden Stöckelschuhen und Strumpfhose und fertig ist eine Halloween Verkleidung á la Marcia. Wollte da auch garnicht so viel Geld investieren. Naja das Kostüm hat seinen Zweck erfüllt: ich bin nicht aufgefallen und war trotzdem "verkleidet" :) Unsere deutsche Gruppe ist auf der Party total aufgefallen, nicht nur aufgrund der Mehrzahl der Mexikaner unter den Gästen. Die Jungs haben sich was ganz Schlaues einfallen lassen: in Amerika ist Alkoholkonsum und das Mitsichtragen jeglicher offener Flaschen, Dosen oder Ähnlichem verboten. Was macht da der deutsche Student? Richtig, sich Sprühflaschen im Baumarkt holen und mit dem Mixgetränk seiner Wahl füllen. Sehr coole Idee, die vorallem hier sehr effektiv war. Dazu noch gute Musik und der Abend konnte gebührtig gefeiert werden. War echt schön. Und Dank Christian sind wir dann auch gut und sicher wieder nach Hause gekommen. (Das nächste Mal werd ich wieder fahren, aber man muss ja auch mal bissel was trinken, 'ne;) )
Ja soweit zu Halloween, dem Scary Fest in Amerika. Demnächst muss ich mich auchmal um einen Account bei Flickr bemühen und Bilder hochladen. Das macht das Ganze bestimmt noch etwas lebendiger. Also bitte weiter meinen Blog verfolgen, bald wirds dann auch Bilder geben.

Bis dahin,
Liebe Grüße in die Heimat,
Eure Marci