Hallo meine Lieben in der Heimat,
vergangene Woche waren Anne, Bettina, Marcus, Tobias und ich auf Roadtrip. Und man muss dazu sagen: es war ein sehr unvorbereiteter Roadtrip :)
Am ersten Samstag meiner Urlaubswoche verließen wir mit gepackten Koffern nach einem kurzen, sehr spontanen Frühstück die Irving, Apt. #3. Voller Erwartung suchte sich jeder Teilnehmer der Reisegruppe rasch ein gemütliches Plätzchen in unserer Familienkutsche, einem Ford Expetidion mit 8 Sitzmöglichkeiten. Nach einem ersten kurzen Zwischenstopp bei Starbucks, den wir übrigens im Verlauf dieser Reise noch öfter aufsuchen würden, ging es dann los. Die Straße hatte und völligst in ihrem Bann. (Sagt man das eigentlich so? Naja ihr wisst auf jeden Fall, was ich meine ;) )
Das erste Ziel sollte der Grand Canyon im Bundesstaat Arizona sein. Vor uns lag eine sehr lange Fahrt mit rund 460 Meilen, die in guten acht Stunden zurückgelegt werden wollten. Und dabei war die Zeit für Schnappschüsse am Fahrbahnrand und diverse Essens-, Raucher- und Restroom-pausen noch nicht eingerechnet. Allerdings hatten wir das Hotel, ein Best Western, am Vorabend schon für zwei Nächte gebucht. Unsere am ersten Tag noch sehr disziplinierte Fahrweise (zumindest bezüglich des Zeitmanagements) Fahrweise lies uns gegen 9.00 PM Los Angeles Time ankommen. Da wir unterwegs nichts Gescheites zu Essen hatten, wollten wir nach dem allseites bekannten Check-in Prozedere noch schnell in "Grand Canyon City" was essen. Blöd war nur, dass wir die eine Stunde Zeitverschiebung von California nach Arizona nicht auf dem Zeiger hatten und somit völlig unverständlich über jeden der drei Kellner aufregten, der uns zu unserem Erstaunen versicherte, die Küche sei bereits "kalt". Komischerweise begründeten die Kellner es damit, dass das Lokal um 10.00 PM schließe. Dies war jedoch nicht mit unserer California Zeit kompatibel, da es auf unseren Uhren erst halb zehn, in Arizona allerdings schon eine Stunde mehr ins Land verstrichen war.
Wie dem auch war, am nächsten Tag haben wir das kleine Essensproblem beim inklusiven Intercontinental Breakfast wieder ausgleichen können. Der Tag im Grand Canyon war wunderschön. Wir haben viele Tiere, tolle Ausblicke auf den Canyon und einen traumhaften Sonnenuntergang vom Dach unseres Eypedition gesehen. Aber da lass ich dann mal die Fotos für sich sprechen.
Nach Nacht zwei im Grand Canyon machten wir uns auf den Weg über ein Stück Route 66 und über den Hooverdamm Richtung Las Vegas. Das Hotel dort hatten wir bereits im Grand Canyon gebucht. Alles so spontan wie möglich! Die Autofahrt war nicht zuletzt wegen dem traumhaften Wetter sehr angenehm. Und nach einer kurzen Besichtigung des Hooverdamms fuhren wir pünktlich zur Dämmerung in Las Vegas ein. Das Hotel dort übertraf unsere Erwartungen. Vorallem für das wenige Geld, was wir dafür zahlen mussten :) In Las Vegas hatten wir zunächst nur eine Übernachtung gebucht, sind aber noch am Abend er Anreise zu dem Entschluss gekommen, eine weitere Nacht zu verlängern. Das Hotel war einfach zu gut, zudem hatten wir so genug Zeit, den Stratosphere Tower zu besichtigen und sich zudem nicht so arg auf der Flucht zu fühlen. Sollte zwar alles ein Roadtrip sein, aber bitteschön nicht in Stress ausarten. Die beiden Casino Nächte in Las Vegas haben wir größtenteils auf dem Strip vor dem Bellagio verbracht. Die "Springbrunnen"-Show dort ist einfach umwerfend. Gespielt hat keiner von uns so wirklich. Dennoch hatten wir viel Spaß, haben M&M's im Fanstore und Hardrock T-Shirts eingekauft und waren lecker essen. Natürlich fast food!
Den Tag auf dem Stratosphere Tower werde ich so schnell nicht vergessen. Dort oben sind drei Rides installiert, die den absoluten Nervenkitzel garantieren. Den Spaß haben sich Tobi und ich natürlich nicht nehmen lassen und gleich den "All you can ride"-Pass gekauft. Ein großer Spaß, dem ich nur jeden Las Vegas Besucher mit Vorliebe zu Achterbahnen und Dergleichen empfehlern kann.
Die Fahrt von Las Vegas nach San Francisco wurde aufgrund der zwei Nächte in Las Vegas dann auf einen Tag verkürzt. Schade zum Einen, da wir die Nationalparks King's, Yosimetie und den Tahoe Lake bloß bei Mondenschein bewundern konnten. Andererseits hatten wir dadurch einen Tag mehr in San Francisco. Und die Fahrt durch das Death Valley bei Tageslicht hat die "verpassten" Parks fast ersetzen können. Unglaublich, wie schön eine total öde und wüste Landschaft sein kann.
Tja und dann sind wir auch schon an unserer letzten Station angekommen. San Francisco. Oder zumindest fast. Denn nach unserer sehr aufregenden Fahrt durch die Dunkelheit mehrerer Nationalparks und der anschließenden Odysse durch "den Märchenwald" haben wir die restliche (halbe) Nacht in einem Motel 6 kurz vor San Francisco verbracht. Von dort aus haben wir zunächst den nächsten Starbucks angesteuert, um erneut eine Unterkunft zu buchen.
Endlich angekommen in San Francisco haben wir nach dem üblichen Check-in Stuff haben wir den restlichen Donnerstag am Hafen, in Chinatown und am Union Square verbracht. Am nächsten Morgen stand dann das vorerst letzte Highlight auf dem Programm, eine Besichtigungstour auf Alcatraz. Trotz des recht trüben Wetters haben alle die Tour sehr genossen. Dank der Audiogeräte, die durch das gesamte Gefängnis geführten und sehr lebhaft von Mythen und Wahrheiten über die Vergangenheit berichteten. Nach der Tour steuerten wir Boudin's Sourdough Bakery, die meines Wissens einzige Bäckerei an der Westküste, bei der man köstlich europäisches (oder vielmehr deutsches) Sauerteigbrot bekommt. Dort genossen wir eine der Spezialitäten der Stadt: Suppe aus einem kleinen Brotlaib. Wirklich eine Köstlichkeit. Traditionell wird der Laib mit einer Art Muschelsuppe gegessen. Abweichende Varianten sind dann noch die Tomatensuppe und das klassische Chili.
Den Spätnachmittag verbrachten wir damit, ein wenig einzukaufen und am Hafen entlang zu schlendern. Am letzten Abend in San Francisco waren wir noch lecker essen beim Thai.
Samstags gings dann wirder zurück nach Los Angeles. Allerdings mit einem kleinen Abstecher über Cubertino, dem Standort der Hauptzentrale von Apple. Wie die Jünger pilgerten wir also dort hin, um vorm Company Store festzustellen, dass wir einen Tag zu spät waren. Der Store hat nämlich nur von Montag bis Freitag geöffnet. Da Cubertino aber jetzt nicht sooo weit von L. A. entfernt ist, wird sich eine weitere Pilgerfahrt dorthin bestimmt nochmal ergeben. Jetzt, wo man weiß, wo die Zentrale zu finden ist :)
Kurz vor L. A. sind wir dann in Camarillo nochmal kurz ins Outlet abgebogen und die anderen haben ihre letzten Einkäufe vor der Rückreise einen Tag später zu erledigen.
Fazit des Roastrips: Wir hatten eine Superzeit! Trotz der sehr spontanen Reiseplanung (außer der Alcatraz Tickets war eigentlich nichts so wirklich vorher gebucht) haben wir jedes Hinderniss auf unserem Weg mit Leichtigkeit überqueren können. Danke nochmal an meine Mitreisenden Anne, Bettina, Marcus und natürlich Tobias! Besonders Deine Anwesenheit hat mir meine vorerst letzten Urlaubstage sehr versüßt. Danke dafür!
Jetzt freu ich mich schon auf einen spannenden Foto- und Filmabend bei unserem "Nachtreffen Roadtrip California - Arizona - Nevada - California 2010"!!!
Bleibt mir alle gesund und munter. Liebe Grüße in die Heimat.
Eure Marcia
PS.: Sorry, die Bilder sind leider nicht in chronologischer Reihenfolge sortiert. Hab mein Bestes gegeben aber ImageShack hat mich da wohl überlistet;)


